Was blüht denn hier?

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Honig-Aroma in jeder Wiese — der wichtigste Klee Europas.
Tafel Wiesen-Klee
Schmetterlingsblütler› im Stammbaum
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Stickstoff-Fabrik der Wurzeln

Wie alle Schmetterlingsblütler hat der Rot-Klee an seinen Wurzeln Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff binden und für die Pflanze (und ihre Nachbarn) verfügbar machen. Genau deshalb wird Klee seit Jahrhunderten als Gründüngung angebaut: Er bereichert den Boden mit kostenlos hergestelltem Dünger. Auf einem Hektar Klee fixieren die Bakterien rund 200 kg Stickstoff pro Jahr.

Hummel-Blüte par excellence

Die langen Blütenröhren des Rot-Klees können nur von Insekten mit langem Rüssel erreicht werden — vor allem Hummeln. Honigbienen kommen mit ihrem kürzeren Rüssel meist nicht bis zum Nektar. Damit ist der Rot-Klee fast vollständig auf Hummeln als Bestäuber angewiesen: Wo Hummel-Populationen zurückgehen, bleibt die Bestäubung aus — und ohne Bestäubung keine Klee-Samen. Genau deshalb hängt der Erfolg der Klee-Saatgut-Produktion in der Landwirtschaft direkt von gesunden Hummel-Beständen ab.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennungszeichen
Aufrechter oder aufsteigender Stängel, behaart. Blätter dreizählig (klee-typisch), oft mit hellem „V" auf jedem Blättchen. Blütenköpfchen kugelig, bis 3 cm, rosarot.
Glücksklee-Mythos
Das echte vierblättrige Kleeblatt ist eine seltene Mutation. Statistisch findet man pro 10.000 Kleeblättern etwa eines mit vier Blättern. Wer eines findet, hat botanisch tatsächlich etwas Besonderes in der Hand.