Was blüht denn hier?

Mein Online-Bestimmungstool
‹ zur Startseite ‹ zur Übersicht
Goldknöpfe mit Knockout-Duft — der Rainfarn vertreibt fast alles.
Tafel Rainfarn
Korbblütler› im Stammbaum
Foto Rainfarn 1Foto Rainfarn 2

Ein chemischer Schutzschild

Wer ein Blatt des Rainfarns zerreibt, hat einen sehr eigenen Geruch in der Nase — kampferartig, harzig, intensiv. Diese ätherischen Öle (vor allem Thujon) sind ein perfektes Insekten-Repellent. Mücken, Fliegen, sogar Mottenlarven meiden die Pflanze. Schon im Mittelalter wurden Rainfarn-Sträuße in Vorratskammern aufgehängt — als natürlicher Schädlingsschutz für Mehl und Fleisch.

Farn ist nicht gleich Farn

Der Name „Rainfarn“ ist irreführend — die Pflanze hat botanisch nichts mit echten Farnen zu tun. Sie heißt so wegen ihrer fein-zerschlitzten, gefiederten Blätter, die optisch an Farnwedel erinnern. Tatsächlich gehört Rainfarn zu den Korbblütlern und ist mit Margerite und Schafgarbe verwandt — nicht mit Farnen.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, im oberen Teil verzweigter Stängel. Blätter wechselständig, fein doppel-gefiedert (farnähnlich), kräftig duftend beim Zerreiben. Blütenstand schirmrispig mit 30–80 leuchtend gelben, knopfartigen Korbblüten OHNE Strahlblüten.
Vorsicht beim Verzehr
Trotz der traditionellen Verwendung in der Naturheilkunde: Rainfarn enthält Thujon, das in größeren Mengen GIFTIG ist (Krämpfe, Leberschäden). Niemals als Tee in größeren Mengen oder über längere Zeit verwenden. Als ätherisches Öl nur tropfenweise und niemals innerlich.