Was blüht denn hier?

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Goldgelbe Späher aus Kanada — wunderschön und gleichzeitig problematisch.
Tafel Kanadische Goldrute
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Eine geschmeidige Eindringlingin

Die Kanadische Goldrute kam im 17. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa. Ihre Schönheit (bis 2 Meter hoher Stängel mit goldgelber Spitzenrispe) verzauberte Gärtner und Imker — Honig von Goldrute ist Premium-Qualität. Aber sie war auch eine perfekte Invasorin: tiefe Wurzeln, schnelles Wachstum, tausende Samen pro Pflanze. Heute ist sie eine der am stärksten ausgebreiteten Neophyten Mitteleuropas und verdrängt heimische Wiesenarten.

Honigbienen-Lieblingspflanze im Spätsommer

Wenn im August und September fast alle heimischen Wiesenblumen schon verblüht sind, blüht die Goldrute noch in vollem Umfang. Ihr Pollen und Nektar machen sie zur wichtigsten Spätsommer-Bienenweide — Imker freuen sich, Naturschützer hadern. Ein klassisches Beispiel, wo Schönheit und ökologische Bedenken aufeinanderprallen.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Hoher, einfacher oder verzweigter Stängel (bis 2 m). Blätter wechselständig, lanzettlich, am Rand fein gezähnt, dreiadrig. Blütenstand pyramidale Rispe mit zahlreichen goldgelben kleinen Körbchen.
Was tun gegen die Ausbreitung?
In Gärten lieber heimische Goldrute (S. virgaurea) pflanzen — sie ist kleiner, später, und nicht invasiv. Bestehende Bestände der Kanadischen Goldrute mit Wurzelausreißen und Mahd VOR der Samenreife (vor September) bekämpfen.