
Eine geschmeidige Eindringlingin
Die Kanadische Goldrute kam im 17. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa. Ihre Schönheit (bis 2 Meter hoher Stängel mit goldgelber Spitzenrispe) verzauberte Gärtner und Imker — Honig von Goldrute ist Premium-Qualität. Aber sie war auch eine perfekte Invasorin: tiefe Wurzeln, schnelles Wachstum, tausende Samen pro Pflanze. Heute ist sie eine der am stärksten ausgebreiteten Neophyten Mitteleuropas und verdrängt heimische Wiesenarten.
Honigbienen-Lieblingspflanze im Spätsommer
Wenn im August und September fast alle heimischen Wiesenblumen schon verblüht sind, blüht die Goldrute noch in vollem Umfang. Ihr Pollen und Nektar machen sie zur wichtigsten Spätsommer-Bienenweide — Imker freuen sich, Naturschützer hadern. Ein klassisches Beispiel, wo Schönheit und ökologische Bedenken aufeinanderprallen.