Was blüht denn hier?

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Das klassische Wiesen-Gold — schön, aber giftig wenn frisch.
Tafel Scharfer Hahnenfuß
Hahnenfußgewächse› im Stammbaum
Foto Scharfer Hahnenfuß 1Foto Scharfer Hahnenfuß 2

Das gelbe Wiesenmeer

Wer im Frühsommer eine extensive Wiese sieht, die wie ein gelbes Meer leuchtet: meistens Scharfer Hahnenfuß. Er ist die häufigste Wiesenpflanze Mitteleuropas und der Klassiker des extensiv genutzten Grünlands. Die fünf goldgelben Blütenblätter glänzen wie poliert — bedingt durch eine spezielle reflektierende Zellschicht in der Blütenoberfläche, die Insekten besonders gut anlockt. Ein eigener kleiner Spiegel-Effekt der Natur.

Frisch giftig, getrocknet harmlos

Frischer Hahnenfuß enthält das hautreizende Protoanemonin — Vieh meidet ihn auf der Weide. Aber: Beim Trocknen (im Heu) wird der Wirkstoff abgebaut, und das Heu ist dann unbedenklich. Praktisch für die Landwirtschaft: Eine Pflanze, die in der Wiese harmlos sein darf, weil sie erst auf der Weide gefressen wird, wenn sie getrocknet ist.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, behaarter Stängel (30–100 cm). Blätter handförmig in 3–5 tiefe Lappen geteilt, am Rand gezähnt. Blüten goldgelb (2–3 cm), fünf Blütenblätter, glänzend wie poliert.
Verwechslung mit anderen Hahnenfuß-Arten
In Mitteleuropa wachsen viele Hahnenfuß-Arten — die Unterscheidung ist Spezialisten-Sache. Wichtigste Verwandte: R. auricomus (Gold-Hahnenfuß — Wald, frühblühend), R. repens (Kriechender — niedrig, Ausläufer), R. acris (Scharfer — hoch, aufrecht, Wiese).