Was blüht denn hier?

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Goldgelbe Sterne am Bachufer — eine Pflanze des Friedens.
Tafel Gemeiner Gilbweiderich
Primelgewächse› im Stammbaum
Foto Gemeiner Gilbweiderich 1Foto Gemeiner Gilbweiderich 2

König Lysimachus und der Friede

Der griechische Name geht auf König Lysimachos zurück (3. Jh. v. Chr.) — der laut Plinius dem Älteren entdeckt haben soll, dass diese Pflanze beruhigend wirkt. Streitende Stiere konnten angeblich durch einen Gilbweiderich-Strauß zwischen ihren Hörnern beruhigt werden. Wahr oder Legende? Egal — der Name „Friedensbringer“ ist geblieben.

Pollen-Schenker für eine spezialisierte Biene

Der Gilbweiderich produziert KEINEN Nektar — nur Pollen und ein fettes Öl in Drüsen. Damit ist er auf eine ganz spezielle Bestäuberin angewiesen: die Schenkelbiene Macropis europaea. Sie sammelt das Öl und Pollen für ihre Brut. Ohne Gilbweiderich keine Schenkelbiene — und umgekehrt. Eine perfekte gegenseitige Abhängigkeit, die schon seit Tausenden von Jahren besteht.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, oft drüsig-haariger Stängel. Blätter gegenständig oder zu drei in Quirlen, lanzettlich. Goldgelbe fünfzählige Blüten in lockeren Rispen, oben am Stängel.
Achtung Verwechslung
Es gibt mehrere Gilbweiderich-Arten — der Gemeine ist klar erkennbar an Größe (über 50 cm), den Quirlblättern und dem Wuchsort (Feuchtwiesen). Der Punktierte Gilbweiderich (L. punctata) ist ein häufig verwilderter Garten-Verwandter — kleiner und mit Tropfen statt einheitlichem Gelb.