
Warum „Kuckucks“-Lichtnelke?
Der deutsche und der lateinische Name „flos-cuculi“ (= „Blume des Kuckucks“) verweisen auf eine Beobachtung: Die Lichtnelke blüht im Mai-Juni, genau zur Zeit, wenn man in mitteleuropäischen Wiesen den ersten Kuckucksruf hört. Plus: Auf den zerschlissen wirkenden Blüten sitzt oft ein weißer Schaum — das ist der „Kuckucksspeichel“ der Schaumzikaden-Larven. Eine Pflanze, die zweimal nach dem Kuckuck benannt ist.
Die zerfetzten Blütenblätter
Schau dir eine Lichtnelke-Blüte genau an: Jedes der fünf rosa Blütenblätter ist tief in 4 schmale, fransenartige Zipfel zerschlitzt. Diese fast „ausgefranst“ wirkende Form ist ein klares Erkennungsmerkmal — keine andere heimische Wiesenpflanze hat eine ähnlich „zerzauste“ Blüte. Botanisch hat die Form nichts mit Schäden zu tun, sie ist genetisch festgelegt.