Was blüht denn hier?

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Rosa Wirrkopf in der Feuchtwiese — und blüht passenderweise zum Kuckucksruf.
Tafel Kuckucks-Lichtnelke
Nelkengewächse› im Stammbaum

Warum „Kuckucks“-Lichtnelke?

Der deutsche und der lateinische Name „flos-cuculi“ (= „Blume des Kuckucks“) verweisen auf eine Beobachtung: Die Lichtnelke blüht im Mai-Juni, genau zur Zeit, wenn man in mitteleuropäischen Wiesen den ersten Kuckucksruf hört. Plus: Auf den zerschlissen wirkenden Blüten sitzt oft ein weißer Schaum — das ist der „Kuckucksspeichel“ der Schaumzikaden-Larven. Eine Pflanze, die zweimal nach dem Kuckuck benannt ist.

Die zerfetzten Blütenblätter

Schau dir eine Lichtnelke-Blüte genau an: Jedes der fünf rosa Blütenblätter ist tief in 4 schmale, fransenartige Zipfel zerschlitzt. Diese fast „ausgefranst“ wirkende Form ist ein klares Erkennungsmerkmal — keine andere heimische Wiesenpflanze hat eine ähnlich „zerzauste“ Blüte. Botanisch hat die Form nichts mit Schäden zu tun, sie ist genetisch festgelegt.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Schlanker, aufrechter Stängel (30–90 cm). Blätter gegenständig, lanzettlich, glatt. Blüten rosa, jedes der fünf Blütenblätter tief 4-spaltig (fransenartig). Kelch glockig, rötlich-grün.
Indikator für Feuchtwiesen
L. flos-cuculi braucht feuchte, mäßig nährstoffreiche Wiesen. Bei Entwässerung oder Überdüngung verschwindet sie — ein klassisches Zeichen für intakte Feuchtwiesen.