Was blüht denn hier?

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Kleiner gelber Schmetterlings-Klee — Namensgeber der Lotusblume? Nein, nicht ganz.
Tafel Gewöhnlicher Hornklee
Schmetterlingsblütler› im Stammbaum
Foto Gewöhnlicher Hornklee 1

Der Name verwirrt

„Lotus“ klingt nach indischen Wasserlilien — hat aber nichts damit zu tun. Der lateinische Name „Lotus corniculatus“ wurde von Linné für diese kleine Klee-ähnliche Pflanze vergeben, aufgrund seiner antiken Bezeichnung. Die exotische Wasser-Lotus heißt botanisch „Nelumbo nucifera“ — eine ganz andere Familie. Der Hornklee verdient seinen Namen vom Lateinischen „corniculatus“ = mit kleinen Hörnern: Die Schoten sind tatsächlich krumm und stehen wie kleine Hörner ab.

Bienen-Pflanze mit Tarnung

Beim Aufblühen ist die Blüte gelb. Beim Verblühen wird sie tieforange — und das ist ein Bestäuber-Signal: „Hier ist kein Nektar mehr“. Bienen lernen schnell, dass nur die gelben Blüten sich noch lohnen. Eine elegante Spar-Strategie der Pflanze: keine unnützen Besuche, kein Pollenverlust.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niedriger, ausläuferbildender Wuchs. Blätter gefingert mit 5 Blättchen (sieht aus wie 3 + 2). Schmetterlingsblüten gelb (oft mit rotem Hauch), zu 3–6 in einem kleinen Köpfchen. Schoten 2–3 cm, gerade, später dunkelbraun.
Wertvoll für Schmetterlings-Raupen
Lotus corniculatus ist die Lieblings-Futterpflanze des Hauhechel-Bläulings und vieler anderer Bläulings-Schmetterlinge. Wo er wächst, kann man im Sommer diese kleinen, leuchtend blauen Falter beobachten.