Was blüht denn hier?

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Die klassische Wiesen-Margerite — Kindheits-Symbol und Insekten-Magnet.
Tafel Wiesen-Margerite
Korbblütler› im Stammbaum

„Er liebt mich, er liebt mich nicht…“

Die Wiesen-Margerite ist die berühmte „Er liebt mich, er liebt mich nicht“-Pflanze. Generationen von Kindern haben mit ihren weißen Strahlblüten Liebes-Zukunft prophezeit. Auch in Goethes Faust war diese Praxis bekannt. Botanisch sind die „Blütenblätter“ eigentlich keine echten Blüten — es sind sterile, lange Strahlblüten, die nur als Werbeschild für die fruchtbaren gelben Röhrenblüten in der Mitte dienen. Eine perfekte Marketing-Konstruktion.

Wiesen-Klassikerin in Gefahr

Vor 50 Jahren war die Margerite auf fast jeder Wiese zu finden. Heute ist sie in Intensivwiesen rar geworden — sie braucht extensiv genutzte, blütenreiche Wiesen mit moderater Düngung. Wo sie noch in großen Beständen wächst, ist die Wiese ökologisch wertvoll. Im Naturgarten ist sie eine der einfachsten und schönsten heimischen Wildblumen.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, einfacher oder leicht verzweigter Stängel (30–80 cm). Untere Blätter gestielt, löffelförmig-gezähnt; obere sitzend, lanzettlich. Blütenkörbchen einzeln (4–6 cm), weiße Strahlblüten um die gelbe Mitte.
Verwechslung mit Berufkraut
Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) hat ÄHNLICHE kleine Blüten, aber viele in lockerer Rispe statt einer großen Einzelblüte. Wer eine einzelne große Margeritenblüte am Stiel sieht, hat L. vulgare.