Was blüht denn hier?

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Stiller Eroberer der Buchenwälder — eingeschleppt aus Asien, längst überall.
Tafel Kleinblütiges Springkraut
Balsaminengewächse› im Stammbaum
Foto Kleinblütiges Springkraut 1Foto Kleinblütiges Springkraut 2

Wenig auffällig, sehr erfolgreich

Im Gegensatz zu seinem auffälligen Verwandten, dem Drüsigen Springkraut, ist das Kleinblütige fast unscheinbar — die Blüten sind tatsächlich nur 1–1,5 cm groß. Aber genau das ist der Trick: Es kann sich selbst bestäuben (über Blüten, die sich gar nicht öffnen) und so unabhängig von Insekten Samen produzieren. Ein leises, aber sehr effizientes Verbreitungssystem.

Aus Sibirien nach Hessen

Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Altai-Gebirge in Zentralasien und kam im 19. Jahrhundert über Botanische Gärten nach Europa. Heute ist sie in den meisten Buchenwäldern Mitteleuropas heimisch geworden — oft in dichten Beständen am Wegrand. Sie ist (anders als das Drüsige Springkraut) NICHT als invasiv eingestuft, weil sie nur an gestörten Standorten wächst und keine echten Konkurrenten verdrängt.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Schlankerer Stängel als bei I. noli-tangere oder I. glandulifera. Wechselständige, eiförmige Blätter mit grob gezähntem Rand. Hellgelbe Blüten mit gerade nach hinten verlaufendem Sporn (nicht gebogen!). Sehr klein, oft im Massenwuchs.
Wegrand-Spezialistin
Während ihre heimische Verwandte (I. noli-tangere) auf alte naturnahe Wälder angewiesen ist, kommt I. parviflora vor allem an Wegrändern und Lichtungen vor — sie braucht etwas Bodenstörung. Beide Arten kann man gleichzeitig im selben Wald finden, oft direkt nebeneinander.