Was blüht denn hier?

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Löwenzahn? Nicht ganz. Ferkelkraut? Genau richtig.
Tafel Gewöhnliches Ferkelkraut
Korbblütler› im Stammbaum

Der Doppelgänger

Auf den ersten Blick: Löwenzahn. Auf den zweiten Blick: Hmmm, die Blätter sind anders — viel rauer, eckiger, dichter. Was hier wächst, ist das Ferkelkraut, ein „Falscher Löwenzahn“. Genaues Hinsehen lohnt: Die Blätter sind grob behaart (Löwenzahn ist glatt), und der Blütenstängel ist verzweigt mit mehreren Blütenkörbchen (Löwenzahn hat nur einen). Plus: kein Milchsaft beim Schneiden — Ferkelkraut hat klares Sekret.

Warum „Ferkel“?

Der deutsche Name kommt aus alten Bauerntraditionen: Ferkel und andere Tiere fressen die Wurzeln gerne — sie sind nahrhaft und stärkereich. In manchen Regionen wurden die Wurzeln im Frühjahr ausgegraben und an Schweine verfüttert. Heute eher eine Wiesenpflanze, die von Wiesentieren gefressen wird, aber den Namen aus alten Zeiten behalten hat.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Blattrosette mit länglichen, grob gezähnten und rauhaarigen Blättern (rauer als Löwenzahn). Stängel verzweigt, oben mit mehreren goldgelben Korbblüten (2–3 cm). Stängel und Wurzel führen klar-wässriges Sekret, KEINEN Milchsaft.
Magerrasen-Liebhaberin
Das Ferkelkraut bevorzugt nährstoffarme, sonnige Wiesen. Wo es noch in Beständen wächst, ist die Wiese extensiv genutzt — wertvoller Lebensraum für Insekten.