Was blüht denn hier?

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Sommer-Sonne in Pflanzenform — gegen düstere Tage und gut für die Apotheke.
Tafel Echtes Johanniskraut
Hartheugewächse› im Stammbaum
Foto Echtes Johanniskraut 1

Die Stimmungsaufheller-Pflanze

Johanniskraut ist die heimliche Star-Pflanze der Naturheilkunde: Seine Wirksamkeit gegen leichte bis mittelschwere Depressionen ist mehrfach in Studien belegt. Der Wirkstoff Hypericin und seine Begleiter beeinflussen die Botenstoffe im Gehirn ähnlich wie chemische Antidepressiva, aber milder. Tipp: Wenn du eine Blüte zwischen den Fingern zerreibst, färbt sich der Saft tiefrot — daher auch der alte Name „Johannisblut“.

Tausend Löcher

Halt mal ein Blatt gegen das Sonnenlicht: Du siehst hunderte winziger heller Punkte, als wäre das Blatt durchlöchert (daher „perforatum“). Tatsächlich sind das winzige Öldrüsen — sie enthalten genau die Wirkstoffe, die das Johanniskraut zu einer Heilpflanze machen. Auf der Blattoberseite das gleiche Sternenmuster — wie eine Galaxie im Kleinformat.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Zweikantiger, oft rötlicher Stängel. Blätter gegenständig, klein, durchscheinend punktiert (Sonnenlicht-Test!). Goldgelbe fünfzählige Blüten in Dolden, mit zahlreichen langen Staubblättern. Der Saft färbt beim Zerreiben blutrot.
Achtung Wechselwirkungen
Johanniskraut ist potent — und das hat Folgen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt (besonders die Antibabypille, Blutverdünner oder andere Antidepressiva), sollte vor der Einnahme von Johanniskraut-Präparaten den Arzt fragen. Es kann die Wirkung anderer Medikamente abschwächen.