Was blüht denn hier?

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Riese der Sommerwiese — beeindruckend, aber nicht ganz harmlos.
Tafel Wiesen-Bärenklau
Doldenblütler› im Stammbaum
Foto Wiesen-Bärenklau 1

Vorsicht beim Anfassen

Wer dem Bärenklau zu nahe kommt und sich danach in die Sonne legt, kann unangenehme Quaddeln davontragen. Die Pflanze enthält Stoffe (Furanocumarine), die in Verbindung mit UV-Licht die Haut wie eine Verbrennung reagieren lassen. Klingt fies, ist es auch. Praktischer Tipp: An warmen Tagen mit langen Hosen und Ärmeln durch hochwüchsige Wiesen — und Hände waschen, falls man Pflanzenteile angefasst hat.

Bär oder Hercules?

Der Name „Bärenklau“ kommt vom altdeutschen „Bären-klauwa“ (Bärenkralle) — gemeint sind die kralligen, breit-gespreizten Blätter. Der lateinische Name „Heracleum“ verweist auf Herakles, den griechischen Heros — wegen der gewaltigen Größe der Pflanze. Beide Namen sagen das Gleiche: „da kommt was Großes“.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Sehr großer, hohler, gefurchter Stängel mit borstiger Behaarung. Blätter riesig, drei- bis siebenteilig gefingert, bis 50 cm groß. Doldenstrahlen breit, weiße bis grünlich-weiße Einzelblüten.
Verwechslung mit dem RIESEN-Bärenklau
Der Wiesen-Bärenklau ist die heimische, vergleichsweise harmlose Variante. Sein eingeschleppter Vetter, der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), wird bis zu 5 m hoch und ist DEUTLICH gefährlicher — größere Mengen Furanocumarine, schwere Verbrennungen. Wer einen sieht: Meldung bei der Gemeinde, nicht selbst anfassen.