Was blüht denn hier?

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Der efeu-bedeckte Boden im Vorfrühling — kleine Lippenblüten mit großer Heilkraft.
Tafel Gundermann
Lippenblütler› im Stammbaum
Foto Gundermann 1Foto Gundermann 2

Bier-Kraut vor dem Hopfen

Bevor Hopfen das Standard-Bierwürzkraut wurde (Reinheitsgebot 1516), war Gundermann das Wichtigste: Seine bitteren Stoffe machten das Bier länger haltbar und gaben ihm Geschmack. „Grut-Bier“ hieß diese Tradition. Heute kannst du eine ähnliche Praxis nachvollziehen: junge Blätter im April-Mai gepflückt, schmecken nach einer Mischung aus Pfefferminze und etwas Pfeffer — perfekt für Frühlings-Quark oder grüne Soße.

Bodendecker mit Ranken

Der Gundermann ist eine der ersten richtigen Bodendecker-Pflanzen im Frühling. Er bildet schnellwüchsige, oberflächlich kriechende Triebe, die an jedem Knoten Wurzeln bilden. So bedeckt er innerhalb weniger Jahre ganze Quadratmeter — ohne andere Pflanzen zu verdrängen. Der englische Name „creeping charlie“ beschreibt das treffend.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niederliegend-kriechender, vierkantiger Stängel. Blätter gegenständig, herz- bis nierenförmig, fein gezähnt, oft mit purpurnem Schimmer. Kleine blau-violette Lippenblüten in Quirlen in den Blattachseln, Anfang Mai.
Wertvolle Frühblüherin
Bienen, vor allem die schon im April aktiven Hummel-Königinnen, schätzen den Gundermann als frühe Nektarquelle. In einem Garten mit Gundermann hat man im April-Mai zuverlässigen Bienenbesuch.