Was blüht denn hier?

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Tiefblaue Schalen über fein gefiedertem Laub – ein Wiesen-Klassiker im Hochsommer.
Tafel Wiesen-Storchschnabel
Storchschnabelgewächse› im Stammbaum
Foto Wiesen-Storchschnabel 1Foto Wiesen-Storchschnabel 2

Die blaueste aller Wiesenblüten

Wenige heimische Wildpflanzen erreichen so ein klares, intensives Blau wie der Wiesen-Storchschnabel. Im Gegenlicht schimmern die fünf Blütenblätter mit dunklen, geradlinigen Adern – eine Optik, die Bestäuber-Insekten direkt zum Nektar leitet. UV-empfindliche Bienenaugen sehen diese Adern noch deutlicher als wir.

Selbstbefruchtung als Notlösung

In jeder Blüte reifen zuerst die Staubblätter, dann erst die Narben – um Selbstbestäubung zu vermeiden. Sollte aber bei schlechtem Wetter kein Bestäuber kommen, krümmen sich die abgewelkten Staubblätter zurück und berühren die Narbe. So sichert sich die Pflanze auch ohne Insekten Samenansatz – ein Plan B für Notfälle.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennungszeichen
Tief gefiederte, fast bis zur Mitte zerschlitzte Blätter – fast wie ein Farn. Stängel und Knospen drüsig behaart. Blüten 3–4 cm groß, leuchtend blauviolett mit feinen dunklen Adern.
Spezialist für Fettwiesen
G. pratense liebt nährstoffreiche, mäßig feuchte Wiesen – die klassische „Glatthaferwiese". Bei zu intensiver Mahd verschwindet er rasch. Wo er noch in Beständen wächst, ist die Wiesenpflege traditionell-extensiv.