Eine Lippenblütlerin mit Stacheln — schön, aber wehrhaft.



Stacheln aus Selbstschutz
Wer den Stängel des Hohlzahns mit der Hand greift, merkt’s sofort: An den Knoten sitzen kurze, harte Borsten — fast wie kleine Stacheln. Das ist eine ungewöhnliche Eigenschaft für einen Lippenblütler und schützt die Pflanze vor Verbiss durch Wild und Schnecken. Selbst Pferde und Kühe meiden ihn auf der Weide — was ihm einen klaren Konkurrenzvorteil verschafft.
Vier-Zacken im Mund
Der Name „tetrahit“ kommt vom griechischen „tetra“ (vier) und „hit“ (geprägt). Gemeint sind die vier zahnartigen Zacken im Schlund der Blüte — sie sehen aus, als hätte jemand mit einem winzigen Hammer kleine Spitzen reingedrückt. Diese Zacken dienen als „Hummel-Trichter“: Sie zwingen die Hummel, sich tief in die Blüte zu drücken, wo sie den Pollen aufnehmen muss.
Wissenswertes & Merksätze
Erkennen leicht gemacht
Vierkantiger Stängel mit verdickten, borstig-stacheligen Knoten. Blätter eiförmig, gegenständig, am Rand grob gezähnt. Blüten in dichten Quirlen, rosa-purpur mit gelb-violettem Muster auf der Unterlippe.
Pionier auf Brachflächen
Hohlzahn ist ein typisches Acker-„Unkraut“ — aber auf Wegrändern, Schuttplätzen und Brachflächen ist er ein wertvoller Pionier, der Boden lockert und Insekten Spätsommer-Nektar liefert.