Was blüht denn hier?

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Honig-Vanilleduft am Bachufer — die Pflanze, die Aspirin geschenkt hat.
Tafel Mädesüß
Rosengewächse› im Stammbaum
Foto Mädesüß 1Foto Mädesüß 2

Aspirin aus dem Wiesenbach

Hier eine Pflanze, der wir wirklich was schulden: Aus den Blüten und Blättern des Mädesüß wurde 1839 zum ersten Mal Salicylsäure isoliert — der direkte Vorläufer von Aspirin. Der Name „Aspirin“ selbst kommt vom alten Gattungsnamen „Spiraea“ (also „a-Spirin“). Bayer hat das Medikament 1899 auf den Markt gebracht — und der Stamm der Pflanze, die das alles möglich gemacht hat, blüht bis heute am Bachufer.

Met und Honigwein

Der deutsche Name „Mädesüß“ kommt von „Met-süß“: Schon die Germanen würzten ihren Met (Honigwein) mit den honigsüß duftenden Blüten. Auch im Mittelalter war es das beliebteste Streukraut — die getrockneten Blätter wurden auf Fußböden gestreut, um Räume zu duften (eine Art frühes Raumspray). Wer die Blüten zerreibt, riecht es: Mandel, Honig, Vanille.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, oft rotbrauner Stängel bis 1,5 m. Blätter unterbrochen-gefiedert, große Endblätter, Unterseite oft weißfilzig. Blütenstand schaumartig, weiß-cremefarben, mit dem typischen süßen Duft.
Sehr beliebt bei Käfern und Bienen
Die offen liegenden Schirmblüten produzieren Pollen, aber kaum Nektar. Trotzdem ist Mädesüß bei vielen Insektenarten eine der wichtigsten Sommer-Nahrungsquellen. Bestimmte Schwebfliegen kann man dort fast immer beobachten.