Was blüht denn hier?

Mein Online-Bestimmungstool
‹ zur Startseite ‹ zur Übersicht
Wie ein winziger Tannenbaum-Wald — und mit gefährlichem Milchsaft.
Tafel Zypressen-Wolfsmilch
Wolfsmilchgewächse› im Stammbaum
Foto Zypressen-Wolfsmilch 1Foto Zypressen-Wolfsmilch 2Foto Zypressen-Wolfsmilch 3

Achtung beim Pflücken

Wer einen Stängel der Wolfsmilch abbricht, erlebt eine weiße Überraschung: milchiger, klebriger Saft tritt heraus. Dieser Saft enthält scharfe Stoffe, die auf der Haut Reizungen und auf der Schleimhaut starkes Brennen verursachen. Beim Augenkontakt: sofort und gründlich auswaschen. Daher: nicht in den Mund stecken, beim Pflücken Handschuhe — und Kinder vorwarnen. „Wolfsmilch“ bedeutet historisch nicht ohne Grund „wilde, gefährliche Milch“.

Eine Pflanze, die wie ein Wald aussieht

Schon der Artname „cyparissias“ (= zypressenartig) verrät: Die feinen, nadelförmigen Blätter ähneln einer Mini-Zypresse oder einem kleinen Tannenbäumchen. Diese Optik ist wahrscheinlich eine Anpassung an heißen, trockenen Standort — schmale Blätter verdunsten weniger Wasser. Im Spätsommer färben sich die Pflanzen oft schön orange-rot, eine wunderbare Spätsommer-Farbe in Magerrasen.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niedriger Wuchs (15–40 cm), in Massenbeständen. Feine nadelförmige Blätter (wie ein Mini-Tannenbaum). „Blüten“ sind eigentlich Hüllblätter (gelb-grün), die echten winzigen Blüten sitzen in deren Mitte. Milchsaft beim Anbrechen.
Indikator für Magerrasen
Die Zypressen-Wolfsmilch braucht trockene, sonnige, nährstoffarme Böden. Wo sie noch in großen Beständen wächst, hat man einen wertvollen Magerrasen — Lebensraum für viele bedrohte Insekten.