Was blüht denn hier?

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Aussehen wie Margerite, eingeschleppt aus Amerika — und kaum mehr aufzuhalten.
Tafel Einjähriges Berufkraut
Korbblütler› im Stammbaum
Foto Einjähriges Berufkraut 1Foto Einjähriges Berufkraut 2

Eine ungebetene amerikanische Schöne

Das Einjährige Berufkraut wurde im 18. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppt — vermutlich als Zierpflanze in Botanischen Gärten. Es brauchte etwa 200 Jahre, um sich vom Park aus über ganz Mitteleuropa zu verbreiten. Heute findet man es auf fast jeder ungemähten Wiese, an Wegrändern und auf Brachflächen — oft in massenhaften Beständen. Ein Schulbeispiel für einen erfolgreichen Neophyten.

Margeriten-Mimikry

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Margerite: weißes „Strahlenblütchen“, gelbe Mitte. Aber der Trick liegt im Detail — die einzelnen Blütenkörbchen sind viel kleiner (1,5–2 cm) und stehen zu vielen in lockerer Doldentraube. Außerdem haben die Strahlblüten oft einen rosa Schimmer an den Enden. Mit etwas Übung erkennt man den Unterschied auf 5 Meter Entfernung.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, oft spärlich verzweigter Stängel. Blätter wechselständig, lanzettlich-grobgezähnt, oft etwas schlaff. Blütenstand mit zahlreichen kleinen Körbchen, weiß bis zart rosa, gelbe Mitte.
Helfer und Konkurrenz
Auf der einen Seite: wertvolle Nektarquelle für Insekten von Juni bis Oktober — eine sehr lange Blütezeit. Auf der anderen Seite: verdrängt heimische Arten, weil es so produktiv und schnell wachsend ist. Im Naturschutz ein zwiespältiger Gast.