Was blüht denn hier?

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Weiß-rosa Trichter im Getreidefeld — schön anzusehen, gefürchtet vom Landwirt.
Tafel Acker-Winde
Windengewächse› im Stammbaum

Tiefste Wurzeln im Pflanzenreich

Die Acker-Winde hat ein Wurzelsystem, das tief in den Albtraum jedes Landwirts reicht: bis zu 4 Meter in die Tiefe, mehrere Meter in die Breite. Diese Wurzeln treiben aus jedem Bruchstück neue Triebe — daher ist sie kaum auszurotten. Pflügen, Jäten — alles führt zu mehr Pflanzen, nicht weniger. Für die Pflanze eine geniale Überlebensstrategie, für den Bauer ein Dauerärgernis.

Schlafzeiten der Blüten

Die zarten Trichterblüten öffnen sich nur bei Sonnenschein und schließen sich bei trübem Wetter oder am Abend. Diese „Schlafblumen-Strategie“ schützt die empfindliche Innenseite der Blüte vor Regen und kalten Nächten — bei Regen würde der Pollen einfach weggespült. Bei strahlendem Hochsommer-Wetter ein wunderschönes weiß-rosa Schauspiel am Wegesrand.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niederliegend-windender Stängel, ohne klare Ranken. Blätter pfeil- bis spießförmig, wechselständig. Trichterblüten 2–3 cm, weiß bis zartrosa, oft mit fünf dunkleren Streifen.
Wichtige Insektenpflanze trotz „Unkraut“-Image
An den offenen Trichterblüten finden viele Wildbienen und Schmetterlinge Pollen und Nektar. Sie ist eine wertvolle Sommerblüherin in einem Lebensraum, der sonst wenig zu bieten hat.