Was blüht denn hier?

Mein Online-Bestimmungstool
‹ zur Startseite ‹ zur Übersicht
Der gefürchtete Wald-Süßduft — bezaubernd schön, hochgiftig in allen Teilen.
Tafel Maiglöckchen
Spargelgewächse› im Stammbaum
Foto Maiglöckchen 1

Alles giftig — ein Bissen kann lebensgefährlich sein

Maiglöckchen sehen so unschuldig aus, dass viele die Gefahr unterschätzen. Tatsächlich gehören sie zu den giftigsten heimischen Pflanzen: Bereits wenige Beeren oder Blätter können bei Kindern zu Herzrhythmusstörungen und schweren Vergiftungen führen. Die Wirkstoffe (Convallatoxin und Verwandte) sind in allen Teilen — Blütenstiel, Blättern, Beeren — vorhanden. Also: bewundern, aber NICHT anfassen lassen von kleinen Kindern.

Vorsicht im Frühling

Die größte Vergiftungsgefahr besteht im Frühjahr: Die jungen Maiglöckchen-Blätter sehen Bärlauch-Blättern fast zum Verwechseln ähnlich. Erst beim Geruchstest fällt der Unterschied auf: Bärlauch riecht knoblauchartig, Maiglöckchen praktisch nicht. Wenn unsicher: NICHT pflücken. Jahr für Jahr gibt es Bärlauch-Verwechslungen mit teils tödlichem Ausgang.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niedriger Wuchs (15–30 cm). Pro Pflanze meist nur 2 große, dunkelgrüne, lanzettliche Blätter mit deutlich paralleler Aderung. Glockige weiße Blüten in einseitswendiger Traube, stark süßlich duftend. Im Herbst rote, kugelige Beeren.
Geschützte Art
Maiglöckchen sind in Deutschland besonders geschützt. Bewundern und fotografieren ja — pflücken oder ausgraben verboten. Der wilde Bestand ist durch Garten-Sammler stark zurückgegangen.