Was blüht denn hier?

Mein Online-Bestimmungstool
‹ zur Startseite ‹ zur Übersicht
Goldgelbe Saft-Apotheke am Wegrand — Warnung an Warzen weltweit.
Tafel Schöllkraut
Mohngewächse› im Stammbaum
Foto Schöllkraut 1Foto Schöllkraut 2

Der orange Saft, der heilt und reizt

Wer einen Stängel des Schöllkrauts abbricht, erlebt eine Überraschung: orange-gelber, milchiger Saft tritt aus. Dieser Saft enthält Alkaloide, die Warzen tatsächlich angreifen können — die traditionelle Warzen-Behandlung. Aber Vorsicht: Der Saft reizt empfindliche Haut und Schleimhäute. Tröpfchen direkt auf die Warze geben, nicht großflächig anwenden. Eine Pflanze, die Heilung und Vorsicht im selben Tropfen vereint.

Schwalben-Mythos

Der lateinische Name „chelidonium“ kommt vom griechischen „chelidon“ — Schwalbe. Antike Autoren glaubten, Schwalben würden den Saft des Schöllkrauts verwenden, um die Augen ihrer Jungen zu „öffnen“. Quatsch natürlich, aber poetisch. Bis heute heißt die Pflanze in vielen Sprachen „Schwalbenkraut“ oder ähnlich (englisch: greater celandine, von „chelidon“).

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Aufrechter, behaarter Stängel — beim Anbrechen tritt sofort orange-gelber Saft aus. Blätter unpaarig gefiedert, hellgrün, weich. Blüten leuchtend goldgelb, vier Blütenblätter, in lockeren Doldenrispen. Schoten lang und schmal.
Vorsicht beim Anfassen
Der Saft kann auf der Haut Reizungen und braune Flecken hinterlassen. Bei direktem Kontakt einfach abwaschen. Niemals den Saft trinken oder essen — innerlich ist die Pflanze giftig.