Was blüht denn hier?

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Der unscheinbarste aller Mitbewohner deiner Wiese — kennen die wenigsten, sehen alle.
Tafel Gewöhnliches Hornkraut
Nelkengewächse› im Stammbaum

Die häufigste Pflanze, die du nicht kennst

Cerastium fontanum ist auf praktisch jeder ungemähten Wiese, in jedem Gartenrasen, an jedem Wegrand zu finden — und doch hat sie kaum jemand auf dem Schirm. Sie ist klein, behaart und produziert winzige weiße Blüten. Auf den ersten Blick wie tausend andere kleine Kräuter. Wer einmal hinsieht, erkennt die typischen tief gespaltenen Blütenblätter (sie sehen aus wie Hörnchen — daher der Name).

Stiller Stickstoff-Sammler

Die kleine Pflanze ist eine echte Pionierin: Sie wächst auch auf nährstoffarmen Böden, hilft mit ihren feinen Wurzeln dem Boden, Wasser besser zu halten, und bildet eine wichtige Frühnahrung für viele kleine Wildbienen-Arten. Wer eine vermeintlich „unkrautige“ Wiese hat: das Hornkraut gehört dazu, und das ist gut so.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Niedrige, dicht behaarte Pflanze. Blätter gegenständig, klein, eiförmig-länglich. Blüten in lockeren Doldenrispen, weiß, fünf tief zweispaltige Blütenblätter (sieht aus wie zehn). Stängel klebrig-drüsig.
Unterschied zum Acker-Hornkraut
C. fontanum ist mehrjährig und kräftiger gebaut als das einjährige Acker-Hornkraut (C. arvense). Wer die Pflanze über mehrere Jahre am selben Ort findet, hat C. fontanum vor sich.