Was blüht denn hier?

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Das Kraut mit den herzförmigen Täschchen – ein Allerweltskünstler, der fast überall und fast immer blüht.
Tafel Hirtentäschel
Kreuzblütler› im Stammbaum
Foto Hirtentäschel 1

Täschchen am Wegrand

Unscheinbar, aber überall: Das Hirtentäschel trägt seine winzigen, vierzähligen weißen Blüten in lockeren Trauben – und darunter schon die reifen Früchte. Diese sind herzförmig-dreieckig abgeflacht und sehen aus wie kleine Taschen, wie sie Hirten früher am Gürtel trugen. Daher der Name. Man findet die ein- bis zweijährige Pflanze auf Äckern, in Gärten, an Wegrändern, auf Ruderalstellen, Mauern und Trittstellen – praktisch in jeder Ritze.

Weltbürger und Selbstversorger

Das Hirtentäschel ist eines der häufigsten Wildkräuter der Erde. Sein Erfolgsgeheimnis: Es bestäubt sich überwiegend selbst und ist damit unabhängig von Insekten und Wetter. So kann es vom ersten milden Tag bis in den Spätherbst blühen und in kurzer Folge mehrere Generationen bilden. Die jungen Blätter sind essbar und schmecken leicht kohlartig.

Wissenswertes & Merksätze

Das Täschchen verrät's
Die herzförmig-dreieckigen, flachen Schötchen sind unverwechselbar – wie die Tasche eines Hirten. Daran erkennt man die Pflanze auch ohne Blüte.
Blüht ohne Pause
Knospen, offene Blüten und reife Früchte sitzen oft gleichzeitig an einer Pflanze – das Hirtentäschel kennt kaum eine Jahreszeit ohne Blüte.