Was blüht denn hier?

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Die Pflanze des Achilles — feines Laub, weiße Schirme, große Geschichte.
Tafel Schafgarbe
Korbblütler› im Stammbaum
Foto Schafgarbe 1

Eine Verbandsapotheke in Pflanzenform

Der Name „Achillea“ kommt vom griechischen Helden Achilles — der laut Legende seine Soldaten mit Schafgarbe verarztet hat. Klingt nach altem Geschwätz, hat aber einen Kern: Die Pflanze enthält tatsächlich Wirkstoffe, die Wundblutungen stillen und Entzündungen hemmen. Zerquetschte Blätter auf einen Schnitt zu legen, war jahrtausendelang ein Standardtrick — auch im Ersten Weltkrieg griffen Soldaten noch danach, wenn das Verbandszeug ausging.

Drei in einer

Die Schafgarbe ist eigentlich ein dreifaches Wunder: Die filigranen, mehrfach gefiederten Blätter (daher „millefolium“ = tausendblättrig) sind aromatisch und wurden früher in Bier und Salaten verwendet. Die kleinen weißen Schirmchen darüber bestehen jeweils aus Dutzenden winziger Korbblüten — wie eine eigene kleine Wiese auf einer Pflanze. Und unter der Erde versteckt sich ein zähes Wurzelsystem, das die Pflanze auch durch trockene Sommer bringt.

Wissenswertes & Merksätze

Erkennen leicht gemacht
Filigrane, federähnliche Blätter, oft graugrün und weich anzufassen. Schirmförmiger Blütenstand mit vielen winzigen weißen (selten rosa) Köpfchen. Aromatisch-würziger Geruch beim Zerreiben — fast schon medizinisch.
Bestäuber-Buffet
Die offenen, flachen Schirme sind ein bequemer Landeplatz für alles, was kurze Rüssel hat: Schwebfliegen, Käfer, kleine Wildbienen. Während die Hummeln zu den großen Lippenblütlern fliegen, hat die Schafgarbe ihre eigene treue Kundschaft.